Die MLLV Spielearena – 90er Vibes, 20er Probleme, 100% Wahnsinn heizt Gästen beim Sommerfest ordentlich ein



Nach der wie immer äußerst gelungenen musikalischen Einstimmung durch den MLLV-Kammerchor, begrüßten die drei MLLV-Vorsitzenden Martin Schmid, Isabel Franz und Dr. Michael Hoderlein-Rein einige hochrangige Gäste aus den Bereichen Schule und Schulpolitik. Danach folgten die Grußworte.



Verena Dietl (3. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München und Schulbürgermeisterin), Dr. Konrad Schober (Regierungspräsident von Oberbayern) und Simone Fleischmann (Präsidentin des BLLV) zeigten sich allesamt in ihren Reden der riesigen Probleme, die im Bildungsbereich derzeit offensichtlich sind, bewusst. Da ging es beispielsweise um die steigende Anzahl an Substitutionskräften an bayerischen Schulen, um die Überlastung von Schulen und ihren Lehrkräften, um den enormen Zuwachs der Nachfrage nach Schulplätzen an der Förderschule, um den Personalmangel im Ganztag, um den richtigen Umgang mit Digitalisierung und KI und um einen zeitgemäßen Leistungsbegriff. Dietl hob aber auch Bildungserfolge hervor, wie beispielsweise die moderne Schularchitektur der Münchner Lernhaus-Schulen und die Lernbedingungen, die dadurch geschaffen werden (größtes Bildungsbauprogramm der gesamten Bundesrepublik), Digitalisierung als Entlastung und Chance auf Teilhabe (große Investitionen in digitale Infrastruktur) und Gestaltung des Ganztags mit guten Bildungsangeboten. Zur Lösung der Probleme sprachen sich Dietl und Schober für eine enge Kooperation mit dem MLLV aus. Im Dialog wolle man, so Schober, „vom Erfahrungsschatz des MLLV profitieren“. Und Dietl äußert gar, dass all die oben von ihr genannten Erfolge auf einer professionellen partnerschaftlichen Zusammenarbeit auch mit dem MLLV basieren: „Sie [der MLLV] sind gerade für mich die unverzichtbare Stimme hier im Münchner Rathaus und ich schätze wirklich unsere Kooperation und unsere Partnerschaft sehr, weil es das ist, was unsere Münchner Bildungslandschaft ausmacht.“

 





Unter dem Motto „Wenn Schule zur Gameshow wird und trotzdem keiner den Humor verliert“ entwickelte sich im Anschluss ein Abend voller Überraschungen im Gameshow-Format, an dem spielerisch aufs Ganze gegangen wurde. Unter diesem Motto wagte der MLLV einen besonderen Blick auf die Wirklichkeit unserer Schulen. In einem satirischen Spielformat wurden, wenn das Licht anging, unter anderem die drei Türen geöffnet und aufgezeigt, wer oder was heute den Unterricht retten muss. Äußerst unterhaltsam leitete der Showmaster Wolfgang Rudolph alias Rudi Carrell/Hans Rosenthal durch den Abend. 



Jede Spielrunde wurde ordnungsgemäß mit dem Ausruf „Das war Spitze!“ beendet. Wie gewohnt behandelte der MLLV die aktuellen bildungspolitischen Themen! Diesmal jedoch über mehrere Runden in Form nostalgischer TV-Spielshows der 1980er und 90er Jahre, mit dabei Dalli Klick (Attraktivität des Lehrkräfteberufs), Ruck Zuck (Digitalisierung, Sprachstandserhebungen) und Geh aufs Ganze (Lehrkräftemangel). Das Publikum wurde ruckzuck Zeuge davon, wo und warum an den Schulen häufig eher das Licht ausgeht. Es trat in die MLLV-Spielarena ein und verbrachte einen Abend mit bester Unterhaltung und einigem Entertainment. 






Am Ende wurde, wie es sich in Bayern für „schulische“ Veranstaltungen gehört, die Bayernhymne angestimmt und mit Unterstützung des MLLV-Kammerchors kräftig mitgesungen. Nach der Spielshow zeigte sich das Publikum hinsichtlich der erlebten „Realität“ sehr gut unterhalten und beim nachfolgenden bildungspolitischen Gedankenaustausch verschwammen womöglich die Realität und die „Satire“ des Abends.