PRESSEMELDUNG | 17.04.2021



Das Kultusministerium vernachlässigt die Situation der Referendarinnen und Referendare auch während der Pandemie!

Der Nachwuchs für das Lehramt ist aber die einzige Chance gegen den akuten und eklatanten Lehrermangel!

Der Einstieg in den anspruchsvollen Beruf der Lehrerkräfte ist nicht leicht! Die Pandemie erschwert diesen Einstieg zusätzlich! Lange Phasen des Distanzunterrichts schränken den Umgang mit Schülerinnen und Schülern deutlich ein. Mit viel zusätzlichem Engagement und großen Kraftanstrengungen gelingt es den ReferendarInnen dennoch, ihre eigene Lehrerpersönlichkeit zu entwickeln.

Allerdings ohne ausreichende Unterstützung des Dienstherren. Die Situation der Kolleginnen und Kollegen im Referendariat muss besonders unter diesen Umständen endlich die längst erforderliche Zuwendung finden.

Für die ReferendarInnen, die neben dem Unterricht verschiedenste Prüfungsleistungen, Lehrproben und schriftliche Hausarbeiten zu absolvieren haben, ist Planbarkeit und Verlässlichkeit in dieser Situation extrem wichtig! Das scheint niemanden besonders zu interessieren. Denn Lehrproben werden weiterhin kurzfristig verschoben, abgesagt oder spontan in Prüfungsgespräche umgewandelt. Dringend benötigte, richtungsweisende Aussagen für einen Planungshorizont der ReferendarInnen durch das Kultusministerium gibt es nach über einem Jahr Pandemie immer noch nicht!

Ständige Unsicherheiten, Planungslosigkeit und mangelnde Unterstützung machen keine Werbung für dringend benötigte neuen KollegInnen. Im Gegenteil, die Aussteiger aus dem Referendariat werden mehr!

Angesichts dieser Situation ist es der blanke Hohn, wenn Kultusminister Piazolo in einer Pressekonferenz am 9. April 2021 äußert, er plane, ReferendarInnen für Förderprogramme in den Sommerferien einzusetzen. Dass der Kultusminister deren belastende Situation nicht sieht oder gar ignoriert ist unbegreiflich und beschämend. So werden noch mehr zukünftige LehrerInnen fehlen, weil sie nicht gehalten und nicht angeworben, sondern abgeschreckt und vertrieben werden.

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